Willkommen auf der Seite des Mosel-Apollofalters
Parnassius apollo vinningensis (STICHEL 1899)
Schmetterlinge gehören allgemein zu den beliebtesten Vertretern in der vielfältigen Insektenwelt. Ihr bezauberndes Erscheinungsbild, die vielfältigen Farben und Zeichnungen, der grazile Flug sowie ihr feines Wesen sind überall auf der Welt beliebt. Überdies wird ihnen eine symbolische Bedeutung als Boten der Verwandlung, des Neuanfangs, der Hoffnung und der Freiheit zugesprochen.
Eine Kostbarkeit des Moseltals
Ein besonderer Schmetterling der Mosel – so könnte man den Mosel-Apollofalter (Parnassius apollo vinningensis) umschreiben ohne die anderen wunderbaren Arten herabzustufen. Und dennoch ist er viel mehr als das! Der majestätische Falter ist eine Unterart des Roten Apollos, der einzig im Moseltal zwischen Winningen und Bremm seinen Lebensraum hat. Er gilt als endemische Art in diesem sehr begrenzten Gebiet. Viel Aufmerksamkeit wird ihm nicht nur von Schmetterlingsfreundinnen und -freunden entgegengebracht. Der schöne Falter begeistert durch seine Größe und die auffällige Flügelzeichnung mit den charakteristischen roten Augenflecken. Spätestens wenn man das Glück hat, den Mosel-Apollofalter bei seinem eleganten Flug im Lebensraum entlang der Moselberge zu bestaunen, ist das Herz berührt von der Schönheit und der Anmut des inzwischen seltenen Falters.
Jedes Jahr ab Anfang Mai stellt sich für viele Natur- und Schmetterlingsfreunde die gleiche Frage: „Fliegt er wieder?“ Erwartungsvoll und aufmerksam werden die steilen Felsen nach dem Mosel-Apollofalter abgesucht, der seit einigen Jahren einen besorgniserregenden Rückgang erfährt.
Zeigt sich der wärmeliebende Schmetterling bei sonnigem Wetter ab Mitte Mai an bestimmten, südexponierten Hängen über dem Flusslauf der Mosel, ist die Freude und die Erleichterung groß. Es ist geradezu ein Geschenk der Natur, diesen seltene Schmetterling erneut vor dem einzigartigen Schauplatz seines Lebensraumes fliegen zu sehen.
Schmetterling des Jahres 2024
Im Jahr 2024 wurde der Mosel-Apollofalter zum Schmetterling des Jahres gekürt, eine Auszeichnung, die vom BUND NRW Naturschutzstiftung und der Arbeitsgemeinschaft Rheinisch-Westfälischer Lepidopterologen e.V. verliehen wurde. Dieser majestätische Schmetterling steht jedoch nicht nur aufgrund seiner Schönheit und Anmut im Rampenlicht. Die Wahl des Mosel-Apollofalters soll auch die Aufmerksamkeit auf einen besorgniserregenden Rückgang seiner Population lenken.
Namensherkunft
Die Namensgebung des Schmetterlings hat ihren Ursprung in der griechischen Mythologie und könnte durchaus als Ausdruck der Bewunderung verstanden werden. Der prachtvolle Falter ist ein Symbol des Lichtes und ein absolutes Sonnenkind, da er ausschließlich bei Sonnenschein aktiv ist. Anmutig und tänzerisch fliegen die Vertreter der Apollofalter in verschiedenen Gebirgsregionen und Steilwänden. Diese Eigenschaften finden sich im wissenschaftlichen Namen Parnassius apollo wieder.
Apollon (altgriechisch, lateinisch Apollo) ist eine Figur aus der griechischen und römischen Mythologie, Sohn des Zeus und strahlend schöner Gott des Lichts. Der Berg Parnass, der auch die Heimat der Musen ist, ist ihm geweiht.